Sonntag, 1. Mai 2011

Kerala Backwaters und Badetag


Lieber Ronald MC Donald, in Indien habe ich den ersten richtig leckeren Vegi-Burger entdeckt. Bitte schenke Deutschland auch so einen kleinen, fantastischen, vegetarischen Burger mit Namen MC Aloo Tiki. Danke, Deine Kathi

OK, das wars jetzt aber mit Fürbitten, zurück zur harten Realität: Unseren letzten Tag in Cochin haben wir mit einer Bootsfahrt durch die Backwaters (Wasserstraßen) von Kerala verbracht. Die Fahrt durch schattigen Kanäle zwischen Palmen und kleinen Hütten ist einfach perfekt um sich von dem lauten und konfusen indischen Alltag zu erholen. Unser Lunch bekamen wir auf einer kleinen Insel auf Bananenblättern serviert (lecker aber höllenscharf). Zu Juliens Freude gab es sogar kaltes Bier.

Am nächsten Morgen ging es in aller Frühe (6.30 Uhr!!!) weiter in Richtung Kumily. Grund der frühen Stunde war ein Abstecher zum Elefanten-Trainingszentrum, denn wenn man um 8 Uhr bereits dort ist, kann man den Trainern beim morgendlichen Dickhäuter-Baden zusehen. Dass man dabei direkt zwischen den Elefanten am Flussufer steht und mit schrubbt, war mir nicht bewusst. Dabei habe ich festgestellt, dass Elefanten ganz viele süße Stachelhaare auf dem Köpfchen besitzen, gegen die Simone zum Glück nicht allergisch ist ;-) 

Nach einem riesen Spaß ging es klitschnass zurück ins Auto und nach 5 Stunden und ca. 200 km auf holprigen Serpentinen mit mehreren Schrecksekunden aufgrund Überholmanöver unseres Kamikazefahreres Mr. Lal, sind wir total fertig in Kumily angekommen.
Kumily ist ein kleines Bergdorf am Rande des Periyar Wildlife Sanctuarys, einem Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 777 km². Hier leben Sambahirsche, Bisons, Wildschweine, Languren, Elefanten, Tiger und und und.
Von der Terrasse unseres super schicken und nagelneuen Hostels kann man Affen in den umliegenden Bäumen beobachten. Der Nachteil: das ganze ungewollte Viehzeug, Moskitos, Spinnen und Schlangen gibt es hier auch zur Genüge, wobei wir uns bisher nur von ersteren beiden überzeugen konnten. Das Klima hier ist richtig angenehm warm. In Cochin dagegen konnte man sich zur Mittagszeit vor Hitze und Luftfeuchtigkeit kaum bewegen. Heute Abend waren wir Dal essen, ein indischer Pfannkuchen, den man mit verschiedenen Saucen ist. Unseren Fahrer Mr. Lal haben wir dazu eingeladen, was ihm aber deutlich unangenehm war. Er traute sich nicht recht neben uns zu sitzen und wartete nach dem Essen auf uns im Auto. Wir haben ihm wohl mehr Stress als Freude bereitet. Unser Hostel-Besitzer meinte aber Lal sei nur scheu aufgrund der Sprachbarriere, nun ja, wir werden es wohl nie erfahren...

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