Dienstag, 9. August 2011

Koh Phangan und deutsches Brot zum Finale


Hier kommt er nun, der vermutlich letzte Eintrag aus der Ferne. Wir haben nach unseren Tauchexzessen auf Koh Tao noch eine wunderschöne Woche auf Koh Phangan verbracht. Hauptaktivitäten: Essen, Schlafen, Schnorcheln, Roller ausleihen.... Die ersten Tage an diesem paradiesischen Ort habe ich mir gleich eine schöne Mandelentzündung geleistet, damit es sich wenigstens gelohnt hat, die Packung Antibiotika die letzten vier Monate durch die Welt zu schleppen. Nach zwei Tagen in der Hängematte und 6 Liter Wasser pro Tag ging es dann wieder deutlich besser.
Der Haat Salad liegt in einer kleinen Bucht und ist einer der kleineren Strände der Insel. Unsere charmante Hütte steht ungefähr 30m vom Meer entfernt und ist unschlagbar günstig. Grundsätzlich findet sich hier für jede Preisklasse eine Hütte, sogar mit AC und Warm-Wasser-Dusche, aber solchen Luxus heben wir uns für Zuhause auf.

Unsere Hängematte ist ist definitiv der wichtigste Gegenstand und durchgängig besetzt, trotz Juliens Fliegengewicht ist sie aber schon einmal in die Knie gegangen, wie man auf dem folgenden Beweisfoto sieht...
Das Resort, in dem dem sich unsere Hütte befindet, wird von einer Deutschen geleitet. Dementsprechend habe ich deutsches Brot auf der Frühstückskarte gefunden und mittlerweile sicherlich den Wochenvorrat weg-gefrühstückt.
Die Jungs in der dazugehörigen Strandbar sind der chaotischste Haufen den ich je zu Gesicht bekommen habe. Bestellungen werden vergessen, dauern Stunden oder kommen doppelt. Sobald die Chefin nicht anwesend ist, bricht die totale Bar-Anarchie aus, und die Jungs setzen sich rauchend zu den Gästen oder machen Scherze mit den Mädels. Die gemütliche Bar entschädigt einen aber für alle vergessenen Bestellungen. Hier mal ein Bild mit der Aussicht...
Auf dem Weg zum nächsten Strand gibt es eine kleine Farm, auf der sich Julien einen neuen Freund erobert hat. Ich finde der Affe steht ihm...

Jetzt genießen wir noch ein wenig unsere letzten Tage in unserer kleinen Hütte, bevor es wieder nach Bangkok zurück geht und von dort nach kurzem Aufenthalt zurück nach Deutschland. Da wir keinen bezahlbaren Direktflug bekommen haben, müssen wir in Delhi zwischenlanden, so haben wir witzigerweise am Ende noch mal drei Stunden in Indien zu verbringen. In den letzten Wochen haben wir die Tage wirklich rückwärts gezählt und der Gedanke nach Hause zu fliegen war ganz furchtbar. Jetzt, da der Flug so nahe ist, freuen wir uns wie blöde auf alle Freunde und Familie und nebenbei auch auf das deutsche Essen (es gibt nicht nur Heimweh, es gibt vor allem bei allen lang-reisenden Deutschen stets "Brot"weh zu verzeichnen) :-) Nur Job- und Wohnungssuche macht mir noch ein wenig Bauchschmerzen, aber wenn man in Indien Zugfahren kann, kann einen doch eigentlich nichts mehr schocken...

PS. Hab das versehentlich als Julien eingestellt... ;) lg Kathi

Koh Phangan Bilder auf Picasa

Dienstag, 2. August 2011

Im Tauchfieber auf Koh Tao

Tag 8 und zugleich der letzte Tag auf Koh Tao. Wir befinden uns mittlerweile in der 4. Unterkunft und haben so ziemliche jede Art davon ausprobiert: Bungalow, Strandhütte und Guesthouse-Zimmer, wobei letzteres das beste Preis-Leistungs-Verhältnis besitzt, neben dem besten Mensch-Insektenverhältnis. Zudem ist den mit 400 Baht auch noch das günstigste und wir haben den Luxus über warmes Wasser im Bad zu verfügen.

Nachdem wir Montags via Bus und Boot nach Koh Tao kamen, haben wir Dienstags direkt einen Discovery Dive unternommen um zu Testen ob Tauchen für uns in Frage kommt. Da ich schon immer Angst vor dem Schwimmen auf offenem Meer habe und vor allem davor, von Fischen dabei in die Füße gebissen zu werden, war ich demgegenüber seeehr skeptisch. Wir sind nach einer kurzen Theorie-Einheit direkt mir dem Boot in eine kleine Bucht gegenüber der Hauptinsel gefahren und haben im Meer mit den ersten Übungen angefangen. Einmal unter Wasser sind wir sofort in diese wunderschöne Welt aus türkisfarbenem Wasser abgetaucht, tolle und bunte Fische um uns herum, ganz natürlich als wären wir Teil der Unterwasserwelt. Nach dem ersten Tauchgang waren wir nicht mehr zu bremsen. In den folgenden Tagen haben wir unseren Open Water Tauchschein gemacht und nach einem Tag Pause direkt den Advanced Kurs dran gehängt, mit den Kursen "Deep-Diving" (30m), "Naturalist Dive", "Perfekt Buoyancy", "Nagivation under Water" und "Night-Diving".

Dass ich jemals mit einem Kompass ausgerüstet unter Wasser meinen Weg zurück zum Boot finden würde, hätte ich niemals gedacht. Ebenso, dass ich einmal nur mit einer Taschenlampe nachts zwischen Korallen schwebe. Dabei war genau das einer der schönsten Tauchgänge der letzen Woche. Wir haben Tiere gesehen, die man über Tag nicht so gut zu Gesicht bekommt wie zum Beispiel einen riesigen Pufferfisch. Schaltet man die Taschenlampe aus, tanzen die kleinen fluoreszierenden Planktonpartikel um einen und man fühlt sich wie im Weltall, unbeschreiblich schön.
Mein Lieblingsfisch aus allen Tauchgängen ist der kleine Baby-Kofferfisch gewesen, einfach unvorstellbar, wir er mit diesen winzigen Flossen schwimmen kann.

Morgen setzen wir nach Koh Phangan über, glücklicherweise nicht während einer Fullmoonparty :-)







Kho Tao Bilder auf Picasa (nicht sehr viele, da wir die meiste Zeit unter Wasser waren)