Vom 18.06.2011 in Ermangelung von Internet erst heute:
Da wir leider noch keine Möglichkeit gefunden haben unser Geld zu vermehren und eine Million einen hier auch nicht sooo weit bringt haben wir uns heute im Sparen versucht. An Bier und Zigaretten sparen kann ja jeder, daher haben wir heute an Bustickets gespart. Zunächst trafen wir uns mit zwei ebenso sparwilligen Französinnen die wir noch aus Indien kennen um von Vang Vieng nach Vientane zu fahren. Die meisten Reisenden lassen sich von ihrem Hostel ein Ticket für einen Minibus oder einen „VIP“ Bus kaufen. Beide von privaten Reiseveranstaltern betrieben. Diese arbeiten recht eng mit der Tuk-Tuk Mafia zusammen. Wenn man sich darauf einlässt wird man dann schonmal 4km vor dem eigentlichen Ziel abgesetzt und muss dann noch die horrende Summe von einem Euro investieren um mit einem Tuk-Tuk weiter zu fahren. So geschehen bei unserer Ankunft in Vang Vieng. Das ganze ist eine einzige Preisabsprache, ein Tuk Tuk bleibt stehen und alle anderen fahren leer davon... Somit ist man seiner Verhandlungsbasis beraubt und bezahlt den geforderten Preis.
Wie gesagt, heute wollten wir das nicht mit uns machen lassen. Zunächst versuchten wir uns noch darin Kayaks zu mieten um nach Vientane zu fahren. Das war allerdings sehr viel zu teuer. Der Nette Mann vom Kayak-Verleih hat uns allerdings gesagt wie wir am günstigsten nach Vientiane kommen. Wir wurden instruiert den alten Flughafen zu überqueren um dann an der Bundesstraße vorbeifahrenden Bussen zu winken. Gesagt getan... Um kurz nach 12 standen wir vier nun an der Bundesstraße und winkten.
Das erste Vehikel das anhielt hätte garnicht anhalten müssen um uns einzusammeln. Der Pick-Up mit Sitzbänken hintendrauf war so langsam dass wir bequem aufsteigen hätten können. Wollten wir aber nicht. In die Gegenrichtung gab es ausreichend Busse, in unsere Richtung leider keine. Nach einer Stunde kam dann Schlussendlich doch der ersehnte, offizielle blaue Bus. Zum Glück bestand er hauptsächlich aus Pappe so dass er noch nicht von Rost zerfressen werden konnte. Im Vergleich zu einem von der Bus-Mafia betriebenen „VIP“ Bus haben wir summa summarum einen Euro pro Kopf gespart. Das sind 10000KIP! ( laotische Währung )... Immerhin. In der Reihe hinter uns reiste ein Laote mit Hahn. Wir vermuten dass es ein Kampfhahn war denn er hat das Tierchen offensichtlich sehr gerne gehabt. Der Hahn durfte auf seinem Schoß reisen und wurde gestreichelt...
Ungefähr 10km vor Vientiane ist der Bus dann liegengeblieben. Das Problem war recht schnell gefunden. Der Busbegleiter der als Ticketverkäufer, Gepäckverantwortlicher und Bordingenieur fungiert hat mit einem gebogenen Ast den Stand des Diesels im Tank geprüft. Der Stock blieb trocken, der Tank war leer. Er brach dann mit einem Kanister in der Hand auf um zur nächsten Tankstelle zu laufen. Nachdem er von dort mit einem Tuk-Tuk wiederkam und den Tank mit brennender Zigarette im Mund wieder gefüllt hatte ohne dass der Bus in die Luft flog konnten wir unsere Fahrt fortsetzen.
An der Busstation angekommen gingen wieder die harten Verhandlungen mit Tuk-Tuk Fahrern los. Da wir nicht am Ende der Welt aus dem Bus geworfen wurden konnten wir recht selbstsicher einen akzeptablen Preis aushandeln.
Kathi und ich haben heute 2 Euro gespart, die Erfahrung mit einem Kampfhahn im Bus wegen Dieselmangels liegen zu bleiben ist allerdings unbezahlbar.
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