Nachdem wir eine Nacht in Chiang Rai verbracht hatten stand für den nächsten Tag der Grenzübergang nach Laos auf dem Plan. Von Chiang Rai bis zur Grenze braucht man mit dem Bus normalerweise maximal zwei Stunden. Da die Grenze bis 18 Uhr geöffnet ist, ließen wir uns morgens viel Zeit zum Frühstücken und relaxen. Gegen halb zwei fuhren wir dann mit dem Bus in Chiang Rai los. Der Bus hatte dummerweise ordentlich Verspätung und wir kamen erst um kurz vor 18 Uhr am Grenzposten auf der thailändischen Seite des Mekong Flusses an. Die Grenzbeamten auf der thailändischen Seite haben uns, obwohl wir reichlich spät waren, unsere Ausreisestempel gegeben und mit den Worten "quick quick" bedeutet uns zu beeilen. Daher waren wir uns, als wir per Boot auf dem Fluß zwischen den zwei Ländern herumschipperten, nicht ganz sicher ob wir auch in eines der Länder wieder reindürfen. Glücklicherweise haben uns die Laoten dann, trotz unserer Verspätung, ein Visum ausgestellt. So schnell hatten wir noch nie unsere Einreiseformulare ausgefüllt.
Laos hat auf einer Fläche vergleichbar mit Großbritannien nur 6,5 Millionen Einwohner aus 132 ethnischen Gruppierungen. Ist also im Allgemeinen recht unbewohnt. Früher war Laos einmal französische Kolonie und man spielt Boule und serviert Baguette, welches zugegebenermaßen nicht wirklich mit dem in Frankreich mithalten kann.
Ziemlich fertig von der Anreise haben wir uns, in Huay Xai (Laos) angekommen, das erstbeste günstige Hostel gesucht und ein Zimmer genommen. Die Chefin dort ist eine recht verschrobene alte Dame die darauf besteht von den Reisenden „Mama“ genannt zu werden. Nachdem wir abends noch irgendwie in einem Haufen Reisender gelandet sind, wo wir ein neues Trinkspiel gelernt haben, brachen wir morgens etwas lädiert in Richtung „Slow Boat“ auf. An einem Geldautomat unterwegs habe ich mich dann geärgert, dass ich nur maximal eine Million in laotischer Währung abheben kann.
Mit dem Boot fahren wir nun gerade den zweiten Tag den Mekong Fluß herunter. Ziel der Reise ist Luang Phrabang. Zwischendurch verbringt man eine Nacht in einem kleinen Bergdorf, das allerdings ausgezeichnete Hostels hat. Gestern gab es auf dem Boot noch nummerierte Sitzplätze, heute sitzen wir auf dem Boden weil wir morgens nicht in die Gänge gekommen sind... Das Bootfahren ist dennoch recht relaxed und wir können die Beine ausstrecken. Wir verbringen unsere Zeit damit die wunderschöne Landschaft zu betrachten und zu lesen. Haben auch wieder ein sehr nettes deutsches Pärchen kennengelernt was das Reisen sehr kurzweilig macht. Einzig der verdammt laute Bootsmotor trübt das Reiseerlebnis ein wenig...
Slow Boat Bilder auf Picasa
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