Mittwoch, 20. Juli 2011

Wundervolles Kambodscha - Von Phnom Penh nach Battambang

An unserem ersten Tag in Phnom Penh haben wir uns direkt die Killing Fields in Choeung Ek angesehen. Dabei handelt es sich um eine riesige Grabstätte von über 17.000 Menschen, die in den 70er Jahren von den Roten Khmer deportiert und umgebracht wurden. Die Gesamtzahl der Opfer der Roten Khmer beläuft sich auf ca. zwei Millionen Menschen, was damals gut einem Drittel der Bevölkerung entsprach. Auf den Massengräbern wurde eine Gedenkstätte, sowie ein Museum errichtet. Ein 10 Meter hohe Vitrine zeigt geborgene Schädel und Knochen und erinnert so an die Verbrechen dieser Zeit. Kambodscha besitzt eine grausame Historie und gerade deshalb ist es wunderbar anzusehen, wie nett, freundlich und ausgelassen die Menschen hier sind, zumal der Bürgerkrieg noch nicht lange vorüber ist. Für 6 Dollar haben wir uns mit den Engländern zusammen einen Guide geleistet, was im Nachhinein wirklich sinnvoll war.
Das Nachlesen der Geschichte Kambodschas auf Wikipedia lohnt sich auf jeden Fall.



Abends hat Julien tatsächlich gemeint, er müsste eine frittierte Kakerlake probieren, die Bilder füge ich in der richtigen Reihenfolge zu allgemeinen Erheiterung bei:


Am zweiten Tag haben wir die Stadt zu Fuß erkundet. Neben vielen Sehenswürdigkeiten, haben wir auch einen riesigen Markt entdeckt und uns endlich mal wieder mit neuen FlipFlops eingedeckt. Ade meine geliebten alten roten Flippies, ihr habt mit brav durch Indien, Thailand, und Laos getragen, doch an Vietnam seid ihr gescheitert...
Am besten gefiel uns der Königspalast, mit der wunderschönen "Silver-Pagoda", einer Pagode mit silbernen Bodenplatten und goldener Innenausstattung.
Am nächsten Morgen nahmen wir den ersten Bus weiter nach Battambang. Von der Stadt an sich, war ich nicht wirklich überzeugt, mit dem Flair Phnom Pens konnte sie nicht mithalten, dafür gab es rund um die Stadt einiges zu erkunden. Vorgestern haben wir uns beispielsweise ein Kajak ausgeliehen und sind den nah gelegenen Fluss 11 km entlang gepaddelt. Das war zwar nicht ganz günstig, aber die Aussicht war traumhaft. Von beiden Uferseiten haben uns die Kinder zugewunken und wir mussten im ZikZak Kurs um die Fischer mit ihren riesigen Netzen paddeln. Zudem kommen die Einnahmen des Kajak Verleihs der örtlichen Schule zu Gute.
Gestern haben wir uns ein TukTuk für den ganzen Tag gemietet und sind zu dem berühmt berüchtigten "Bamboo-Train" gefahren, einem selbst gebastelten Gefährt aus leichtem Bambusholz, mit dem die Dorfbewohner fernab der Straße ihre Waren über die normalen Bahn-Gleise transportieren konnten. Mittlerweile dient der Bamboo-Train eher als Touristenattraktion und man kann Fahrten für 1 Std. buchen. Wie schnell dieses wahnwitzige Gefährt tatsächlich in einer Höhe von 30 cm über die Schienen brettert, kann ich gar nicht sagen, nur so viel: Wenn man darauf sitzt kommt es einem abartig schnell vor! Die ersten 100 Meter hab ich die Luft angehalten vor Angst. Und laut ist das vielleicht!!! Aber man gewöhnt sich ja an alles und irgendwas hat es Spaß gemacht. Hier noch ein Bild meines anfänglichen Gemütszustandes:
Danach ging es zu den obligatorischen Tempeln, die - wie soll es auch anders sein - beide jeweils auf einem Berg lagen und über Stufen zu erreichen waren. Tolle Aussicht, aber von Stufen habe ich jetzt genug. Unser TukTuk hatte übrigens keine Federung und die meisten Straßen sind nicht geteert. Zurück in Deutschland muss ich unbedingt zum Chiropraktiker.

Bilder Phnom Penh
Bilder Battambang

1 Kommentar:

  1. Kakerlake frittiert schmeckt vielleicht besser mit Kochkäse!

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