Heute war durchaus ein langer sehr ereignisreicher Tag. Zunächst bin ich um 3:45 aufgestanden um Mel und Simone am Flughafen in Mumbai mit dem Fahrer unseres Hotels gemeinsam abzuholen. Die beiden sind somit auch sehr wohlbehalten in unserem „schönen“, „komfortablen“, „garnicht soooo schlimmen“ Hotel angekommen. Bemerkenswert an der Nacht war dass 2 Minuten nach Ende unserer Gespräche und ausschalten des Lichts plötzlich ein eigentümliches Geräusch unser Zimmer erfüllte. Simone dachte es seien Rattentapse, von vielen Ratten... Mel und ich dachten an einen Rohrbruch, Kathi war sehr müde und wünschte sich nur dass es aufhöhrt. Meine Reaktion war direkt ein anschalten des Lichts zu fordern. Simone fand den Lichtschalter allerdings nicht direkt da sie die Steckdose (direkt neben dem Lichtschalter) fürchtete. Nach erfolgreichen anschalten des Lichts sprang ich sogleich auf und lokalisierte heroisch die Geräuschquelle... Aus der Klimaanlage ist, warum auch immer, eine nicht unerhebliche Menge Wasser „getropft“. Ich habe dann Kathis Rucksack in Sicherheit gebracht und das Geräusch mit einem Handtuch, das ich auf den, an der Wand unter der Klimaanlage befestigten Fernseher, gelegt habe, gedämpft. Nach dem Aufstehen sind wir zunächst in einem exzellenten Restaurant essen gegangen. Trotz der hohen Qualität war die Rechnung mit 3 Euro überschaubar. Danach stürzten wir uns in die Tiefen Mumbais. Kathi und ich hatten ja bereits Erfahrung im Zugtickets kaufen und „Tuk Tuk“ fahren. Daher sind wir wohlbehalten, wenn auch „etwas“ beengt, im Zentrum Mumbais angelangt. Tuk Tuks sind 3-rädrige, überdachte Mofas mit Sitzbank für die Fahrgäste. Der Blick aus dem Tuk Tuk heraus ist bisweilen eingeschränkt durch Lasterreifen. Der Kopf des Fahrgastes ist auf Höhe der Radschrauben.
In der Stadt sind wir etwas spazieren gegangen. Die Straße zu überqueren ist hier eine Herausforderung da Ampeln für Fußgänger Mangelware sind. Abgeschlossen haben wir den Spaziergang in einem Restaurant einer bekannten amerikanischen Fast-Food Kette. Das war eine super Idee da diese über den Luxus einer Klimaanlage verfügt. Vermisst habe ich lediglich Quarter-Pounder. Liegt wohl daran, dass Kühe essen nicht wirklich den Landessitten entspricht. Nach dem exzellenten Mahl wurde ich beim verlassen des Restaurants um Rupien (Landeswährung) angeschnorrt. Mittels meiner großen interkulturellen Kompetenzen habe ich diese potentiell peinliche Situation durch drehen und verteilen von Zigaretten entschärft. Es folgte eine Zugfahrt durch die Vororte Mumbais um zu unserem Hotel zu gelangen. Die Zugfahrten sind „interessant“ andere passende Worte sind „eng“, „riechend“, „stressig“, „kommunikativ“. Annähernd jeder Inder spricht ausreichendes Englisch um miteinander in Kontakt zu kommen. Das ist sehr angenehm da es ein gewisses Gefühl von Sicherheit gibt... Wir haben bisher nur gute Erfahrungen mit den Menschen hier gemacht. Uns wurde immer geholfen obwohl wir nicht danach gefragt hatten. Einfach nur weil wir verzweifelt und orientierungslos gewirkt haben. Natürlich wird versucht einen bisweilen „übers Ohr“ zu hauen (beispielsweise bei Taxifahrten), der Schaden dadurch ist jedoch, falls man sich überhaupt übers Ohr hauen lässt, begrenzt und die Fahrer sind sehr freundlich.
Wir wurden anschließend vom Fahrer unseres Hotels an einen Ort gefahren für den der Begriff „Busbahnhof“ übertrieben ist. Es lässt sich am ehesten durch „Buden an einer Straße beschreiben“. Wir haben hier nun Tickets für einen Sleeper-Bus nach Goa gekauft und warten momentan auf den Bus. Es gilt 600km möglichst schlafend zu überwinden. Bei dem gehupe hier auf der Straße könnte das anstrengend werden. Sobald ich diesen Post hochlade sind wir allerdings bereits gut angekommen. Die Busgesellschaft mit welcher wir fahren wirbt im übrigen mit Mercedes-Benz Bussen. Spricht für Qualität würd ich mal sagen....Große Sorge: Von meinem komfortablen 4-lagigen Toilettenpapier sind nurnoch 50% übrig. Wird schon...
Hallo ihr Lieben,
AntwortenLöschenEure Reiseberichte machen uns sehr viel Freude und wir gucken mehrfach am Tag nach, was bei Euch so los war.
Die Probleme auf dieser Seite der Welt sind halt etwas anderer Natur: Heute haben wir eine nagelneue Toilette bekommen und sie war nicht leicht an die Wand zu bringen (Modell hängend), aber der Monteur hats doch geschafft. Nur kein Neid - Ihr könnt also wieder kommen!
Morgen fliege ich mit Oma und Volker nach Spananien und mache Urlaub (lesen, sonnen, sonnen, lesen). Papa hat derweil 5 Henkelkinder zu betreuen (jedenfalls zeitweise, nachdem er 3 aus St. Dizier geholt hat).
Ich grüße Euch ganz lieb von ganz vielen Leuten aus der Familie und wir warten gespannt, wie's bei Euch so weitergeht. Mama
Huhu,
AntwortenLöschenwer mich kennt, der weiss: Ich hab für alles 'ne Lösung! Toilettenpapier Notfall Set: http://ecx.images-amazon.com/images/I/31eovneTb9L._SL500_AA300_.jpg
Schönes Bild von den drei Mädels :o)
Liebe Grüsse, Siggi